{"id":1777,"date":"2013-05-01T20:47:41","date_gmt":"2013-05-01T18:47:41","guid":{"rendered":"http:\/\/dietenberger.de\/blog\/?p=1777"},"modified":"2013-06-11T13:48:22","modified_gmt":"2013-06-11T11:48:22","slug":"1-mai-und-der-rubel-rollt-in-moskau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dietenberger.de\/blog\/2013\/05\/01\/1-mai-und-der-rubel-rollt-in-moskau\/","title":{"rendered":"1. Mai und der Rubel rollt in Moskau"},"content":{"rendered":"<p>Man k\u00f6nnte den heutigen\u00a0 Tag einfach so beschreiben: Ich bin fix und alle!<\/p>\n<p>Ich mu\u00dfte heute Nacht feststellen das es sich im Bett doch entspannter schlafen l\u00e4sst als im Liegewagen auf der Schiene. Hab wie ein Stein geschlafen.<br \/>\nNach einem gem\u00fctlichen Fr\u00fchst\u00fcck im Hotel ging es raus ins Abenteuer Moskau.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Unser grobes Ziel war der Rote Platz. Also gings ab in die Metro um die Ecke. 5er-Ticket kaufen lief am Schalter wie am Schn\u00fcrchen doch dann begann die Herausforderung Metro. Im Prinzip ist das Metro-Netz ganz einfach in verschiedene Linien, die je eine Farbe haben, unterteilt. Eine Linie, die braune ist eine Ring-Linie. Gr\u00f6\u00dftes Problem: die kyrillische Schrift! Es \u00e4hnelt bei Touris wie uns eher einem Memorie-Spiel. Man schaut sich die Buchstabenkombination des Zielbahnhofes auf der Karte an und versucht das passende Gegenst\u00fcck auf einer der Tafeln in der Station zu finden. Naja, klappt eher schlecht als recht. Nat\u00fcrlich sind wir erst einmal in die falsche Richtung gefahren. Aber man merkt sich die gefahrenen Stationen und wechselt einfach in die Gegenrichtung um wieder an den Ausgangspunkt zu kommen und d\u00fcst dann in die richtige Richtung. Eigentlich macht das aber nur bei den ersten Fahrten Probleme. F\u00e4hrt man die selbe Strecke n\u00e4mlich erneut kann man sich einfach an dem ausssehen der Stationen orientieren. Klappt einwandfrei. Zudem ist das Ticketsystem ja auch in Moskau so ausgelegt, das es egal ist wie lange ich im Metro-System unterwegs bin. Gezahlt wird immer der Zutritt zur Metro und damit fertig.<\/p>\n<p>So kamen wir also ziemlich z\u00fcgig an unsere Wunschstation den Puschkin-Platz. Wir waren kurz vor Mittag gestartet. So war die offizielle Parade zum 1. Mai schon vorr\u00fcber und wir gingen also nicht in einer Menschenmenge verloren. Allerdings waren alle Stra\u00dfen die gestern noch unvorstellbar waren zu \u00fcberqueren, noch abgesperrt und wurden gereinigt. Das l\u00e4uft alles Generalsstabsm\u00e4\u00dfig ab. In Kollonnen fahren die Reinigungsfahrzeuge die Stra\u00dfe ab. Alle Zufahrtsstra\u00dfen waren von Lastern oder \u00e4hnlich gro\u00dfen Fahrzeugen versperrt, da\u00df auch kein Auto unabsichtlich in die Parade fahren konnte. \u00dcberall wimmelte es von Polizei, Zivilpolizei, Milit\u00e4r und Pr\u00fcgeltrupps &#8211; \u00e4hh Schnelleinsatzgruppen. Toll ist die Sicherheit geregelt. Teilweise waren die Stra\u00dfen und Gehwege noch voll gesperrt. Jedoch konnte man mit freundlichem L\u00e4cheln oft trotzdem durch. Anderen Orts mu\u00dfte man daf\u00fcr seine Tasche \u00f6ffnen oder wurde gar nicht aufgehalten. Daf\u00fcr dann aber beim verlassen des Sperrbereiches durch provisorische Schleusen gef\u00fchrt. Alles sehr skuril.<\/p>\n<p>Dann, irgendwann, hatten wir es geschafft und wir waren am Platz der Revolution. Hier war noch eine Maikundgebung der alten Kommunisten. Irgendwie lustig, denn im Prinzip sah das nicht anders aus als bei \u00e4hnlichen Feiern bei uns. Auch die Charaktere \u00e4hnelten sich. War jedenfalls toll das mal live mitzuerleben.<br \/>\nGegen\u00fcber schauten wir dann das Bolshoi-Theater von au\u00dfen an. Vom 1. &#8211; 5. Mai spielt dort seit 30 Jahren erstmals wieder das Stuttgarter Ballett &#8222;Romeo und Julia&#8220;. Nach den obligatorischen Touri-Fotos ging es weiter ums Eck in das bekannte Tsum-Kaufhaus (oder Gum?).<\/p>\n<p>Unweit vom Platz der Revolution ist der Kreml. Also liefen wir zum Kreml runter. Wir sind aber aus Zeit- und Wettergr\u00fcnden nicht in den Kremel und auch nicht ins Kreml Museum. Wir waren auf dem Roten Platz und schauten uns von au\u00dfen die Basilius Kathedrale an. Sehr bunt, aber irgendwie auch viel kleiner als man sich das zuhause so vorgestellt hatte. Naja, ist ja oft so. War beim Eifelturm oder bei der Oper in Sydney auch nicht anders.<br \/>\nWir sind danach dann einmal gem\u00fctlich um den Kreml, vorbei an der Ehrenwache am Denkmal des unbekannten Soldaten, spaziert. Der Kreml ist schon gro\u00df, merkt man dann. Zum Energie tanken sind wir dann wieder Richtung Puschkin-Platz hinauf gelaufen und haben beim imperalistischen Goldenen M eine Limonade geschl\u00fcrft.<\/p>\n<p>Gest\u00e4rkt sind wir dann wieder runter zur Moskwa spaziert. Auch hier gilt wieder: Die Moskwa ist genauso dreckig wie die mei\u00dften Fl\u00fc\u00dfe anderer Gro\u00dfst\u00e4dte wie die Themse oder auch die Donau. Nein, der Neckar ist zwar dreckig, liegt aber weder in Stuttgart, noch ist Stuttgart eine Gro\u00dfstadt die in dieser Liga spielt.<br \/>\nWir sind vorbei an der Lenin-Bibliothek an der Moskwa entlang spaziert wo sich wohl sonst eher kein Tourist hin verirrt. Bis zum Kulturpark, der Partymeile,\u00a0 haben wir es geschafft. Dann waren wir fix und fertig und sind dort in die Metro eingetaucht und haben es auf anhieb zur Metro am Hotel geschafft.<br \/>\nDen Abend haben wir dann mit einem guten Abendessen ausklingen lassen und liegen jetzt auf unseren Betten und schauen einen Deutschen Sender.<\/p>\n<p>Morgen gehts Mittags zum Flughafen und dann via D\u00fcsseldorf zur\u00fcck nach Stuttgart!<\/p>\n<p>Mein Fazit:<br \/>\nMoskau ist sehenswert. Allerdings ist vom Kommunismus nicht mehr viel \u00fcbrig geblieben. Selbst am 1. Mai haben alle gro\u00dfen Ketten wie Zara, Media Markt, McDonalds etc. pp. ge\u00f6ffnet. Nur einige wenige kleinere L\u00e4den hatten geschlossen.<br \/>\nAm besten ist Moskau zu Fu\u00df und mit der Metro zu erkunden. Die Kyrillische Schrift und die Sprache sind zwar ein Hindernis, aber mit etwas Willen und Improvisation l\u00e4sst sich auch diese H\u00fcrde \u00fcberwinden. Moskau ist also ziemlich Europ\u00e4isch geworden.\u00a0 Der Rubel rollt. Und wie! Wer die Schweiz f\u00fcr teuer hielt, wird in Moskau sicher nicht froh. Kurzum alles ist schweine teuer.<br \/>\nDie Moskauer sind freundlich und vermitteln ganz und gar nicht das Bild des &#8222;Russen&#8220; wie es oftmals in Deutschland existiert.<\/p>\n<p>So, das ist schon wieder viel zu viel geschrieben. M\u00f6cht euch ja nicht vollblubbern.<br \/>\nIn diesem Sinne bleibt wie ihr seid!<\/p>\n<p>Bis Morgen Abend in Stuttgart!<br \/>\nEuer Andr\u00e9<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Man k\u00f6nnte den heutigen\u00a0 Tag einfach so beschreiben: Ich bin fix und alle! Ich mu\u00dfte heute Nacht feststellen das es sich im Bett doch entspannter schlafen l\u00e4sst als im Liegewagen auf der Schiene. Hab wie ein Stein geschlafen. 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