{"id":1773,"date":"2013-04-30T19:30:42","date_gmt":"2013-04-30T17:30:42","guid":{"rendered":"http:\/\/dietenberger.de\/blog\/?p=1773"},"modified":"2013-06-11T13:47:57","modified_gmt":"2013-06-11T11:47:57","slug":"zugfahrt-landschaft-und-ein-greet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dietenberger.de\/blog\/2013\/04\/30\/zugfahrt-landschaft-und-ein-greet\/","title":{"rendered":"Zugfahrt, Landschaft und ein Greet"},"content":{"rendered":"<p>Sodele, jetzt ist es endlich geschafft! P\u00fcnktlich um 9:37 Russische Zeit sind wir in Moskau angekommen.<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p>Die Fahrt auf Polnischem Gebiet war recht angenehm. Die Gleise sind absolut gut in Schu\u00df.<br \/>\nGestern Nachmittag erreichten wir dann den Polnischen Grenzbahnhof Terespol. Dort erwartete uns schon eine Schaar von Grenzpolizisten. So viele und so positioniert da\u00df sie bei Stillstand des Zuges gleichzeit in alle Wagen zusteigen konnten. Dieses Ausreiseformalit\u00e4t ging relativ z\u00fcgig voran. Nach wenigen Minuten rollte der Zug langsam durch ein gut bewachtes und eingezeuntes Niemansland Richtung Zoll zur Einreise nach Wei\u00dfrussland.<\/p>\n<p>Auch hier bot sich uns wieder das gleiche Bild. Grenzer an Grenzer die nur drauf warteten in die Wagen zusteigen zu k\u00f6nnen. Auf dieser Seite der Grenze waren es mehr Grenzer. darunter auch weibliches Zollpersonal. Streng und streng riechend. Hier dauerten die Kontrollen erwartungsgem\u00e4\u00df um einiges L\u00e4nger. Im gesamten Zug wurden deshalb vor Grenz\u00fcberschreitung alle Toiletten verriegelt. Alle zu \u00f6ffnenden Decken, Klappen, etc. im Zug waren von Anfang an schon versiegelt um Schmuggeln zu erschweren. Was aber unseren zweiten Zugbegleiter Sergej nicht hinderte weit vor dem Zoll ettliche Flaschen auf die Passagiere zu verteilen. &#8211; Nach dem Zoll hat er diese wieder fein s\u00e4uberlich eingesammelt \ud83d\ude42<br \/>\nHier beim Grenz\u00fcbertritt wurden also unsere Visa und P\u00e4sse auf das genaueste \u00fcberpr\u00fcft, abgeglichen und schlu\u00df Endlich abgestempelt. Insgesamt war der ganze Wagen froh als unser Zug langsam wieder weiter rollte.<\/p>\n<p>Allerdings nicht weit. Denn nun wurden wir in eine gro\u00dfe Halle eine Bahnbetriebswerkes geschoben, alle Wagen voneinander getrennt und die Arbeiten begannen. Schlie\u00dflich mu\u00dften die Europ\u00e4ische Drehgestelle gegen Russische Drehgestelle mit geringerer Spurbreite getauscht werden.<br \/>\nDazu macht sich eine Schaar Arebiter pro Wagen gleichzeitig ans Werk. Bolzen l\u00f6sen, Kupplung entfernen, Wagenkasten mit Reisenden Anheben, danach Drehgestelle aller Wagen zusammen rausschieben w\u00e4hrend auf der anderen Seite die neuen Drehgestelle reingeschoben wurden. Wagenk\u00e4sten absenken, Kupplung rein, Bolzen rein und die Wagen wurden wieder zusammengeschoben. Alles in allem dauerte dies alles rund 5 Stunden.<\/p>\n<p>Wei\u00dfrussland hat eine um einiges schlechtere Infrastruktur als Polen oder Russland. Wenig geteerte Stra\u00dfen und vor allem eine miserable Schieneninfrastruktur. Es holperte und ratterte wie auf einer Museeumsbahn. Extrem war es dann w\u00e4hrend der Nacht. Ab und an konnte man meinen der Zug fahre gar nicht mehr auf Gleisen sondern rumpele nur auf Schotter umher. Echt krass. H\u00e4tte jemand Nierensteine gehabt &#8211; er w\u00e4re sie danach los gewesen.<\/p>\n<p>Heute Morgen um 7 Uhr waren wir dann auch wieder wach. Nach nen kleinen Fr\u00fchst\u00fcck und Packen hatten wir noch viel Zeit die Landschaft zu beobachten. Zuerst nur Landschaft und viel, sehr viel Weite, dann kleine H\u00fctten. Sp\u00e4ter mehrere kleine H\u00fctten zusammen und immer noch viel Weite. So ging das im Prinzip ewig und bis kurz vor Moskau. Erst kurz vor Moskau gibt es gr\u00f6\u00dfere Siedlungen. Es scheint aber so das jeder au\u00dferhalb dieser Siedlungen nicht mobil ist und zum Arbeiten mit der Bahn nach Moskau f\u00e4hrt. Industrie oder soetwas gibt es au\u00dferhalb so gut wie nicht.<\/p>\n<p>Tja, und dann kamen wir also gegen halb 10 in Moskau an. Ganz gro\u00dfer Bahnhof. Nat\u00fcrlich ein Kopfbahnhof.<br \/>\nViele Menschen die auf die Reisenden aus unserem Zug warteten. Wir wechselten erst mal ein paar Euro in Rubel und suchten uns dann ein Taxi.<br \/>\nNat\u00fcrlich konnten die Taxifahrer kein Englisch. Aber wir zeigten ihm unser Hotel und er war sich sicher es zu kennen. Nun gut. Irgendwann waren wir auch an einem ganz neuen Novotel. Genau! Nicht unserem, sondern dem an der Messe. Also wieder ein neues Taxi geordert und ab durch den Stadtverkehr ins Richtige Novotel in der City.<br \/>\nStadtverkehr in Moskau ist etwa \u00e4hnlich wie Verkehr in S\u00fcditalien. Nur viel gr\u00f6\u00dfer und ohne Kreisel. Einzige Verkehrsregel: Bei Rot halten. Ansonsten gilt das Recht des Schnellsten und Mutigsten. Wird es mal eng wird spontan aus einer zweispurigen Fahrbahn eine dreispurige. Alles in allem sehr lustig. Man sollte sich einfach keine Gedanken \u00fcber was w\u00e4re wenn machen.<\/p>\n<p>Nach einer Runde entspannen ging es gleich wieder um 14 Uhr weiter im Programm. Wir trafen Maria von den Moscow Greeter und bekamen von ihr etwa zwei Stunden in einem sogenannten Greet Moskau gezeigt wie man es normalerweise als Tourist nicht zu sehen bekommt. Man sieht so Moskau eher so als wenn ein guter Freund einem seine Stadt zeigen w\u00fcrde. So haben wir Moskau erlaufen und mit der Metro erfahren.<br \/>\nMetro. Mann Oh Mann! Nicht das die Stationen eher kleinen Prachttempeln gleichen, aber erst wer mit dieser Metro gefahren ist kann eine volle Untergrundstation oder eine volle Bahn wirklich bewerten. Die sind sowas von voll! Aber irgendwie funktioniert das Gewusel der Metro-Nutzer auf dem Weg zur Metro oder beim Um- und Aussteigen. Es erinnert irgendwie an einen Ameisenhaufen. Es gibt sowas wie eine Schwarmintelligenz. \u00dcbrigens nahezu die Gleiche wie auch deren Stra\u00dfenverkehr zu funktionieren scheint.<\/p>\n<p>F\u00fcr heute sind wir jedenfalls platt. Sp\u00e4ter mal noch die nahe Umgebung des Hotels erkunden, aber sonst wird das wohl f\u00fcr heute alles gewesen sein. Morgen ist auch noch ein Tag mit vielen Sehensw\u00fcrdigkeiten in Moskau.<\/p>\n<p>Gr\u00fc\u00dfle und bis Morgen!<br \/>\nAndr\u00e9<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sodele, jetzt ist es endlich geschafft! 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