{"id":1607,"date":"2012-12-02T20:05:32","date_gmt":"2012-12-02T19:05:32","guid":{"rendered":"http:\/\/dietenberger.de\/blog\/?p=1607"},"modified":"2012-12-02T20:54:12","modified_gmt":"2012-12-02T19:54:12","slug":"wie-aus-dem-hl-st-nikolaus-der-weihnachtsmann-wurde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dietenberger.de\/blog\/2012\/12\/02\/wie-aus-dem-hl-st-nikolaus-der-weihnachtsmann-wurde\/","title":{"rendered":"Wie aus dem Hl. St. Nikolaus der Weihnachtsmann wurde"},"content":{"rendered":"<div>\n<div>Nun beginnt die Vorweihnachtszeit, die Adventszeit.<\/div>\n<div>Weihnachten und die besinnliche Zeit ab dem 1. Advent hat l\u00e4ngst dem Konsum Platz gemacht. Durch die vollen Einkaufsstra\u00dfen an den Adventssonntagen zu laufen ist alles, nur nicht besinnlich. Haben wir denn Sinn von Weihnachten vor lauter Werbung und Kaufrausch aus den Augen verloren? Kurz und knapp: Ja!<\/div>\n<div>Aber die Wandlung des religi\u00f6sen Festes zu einem Fest des Konsums hat eine lange Geschichte.<\/div>\n<div><!--more--><\/div>\n<div>Alles beginnt mit dem Nikolaus&#8230;<\/div>\n<div><strong><br \/>\n<\/strong>ngg_shortcode_0_placeholder<strong>Steckbrief<\/strong><\/div>\n<div>Name: \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0Nikolaos von Myra<\/div>\n<div>Geboren: \u00a0 \u00a0 (zwischen 270 und 286 in Patara)<\/div>\n<div>Gestorben:\u00a0 (6 Dezember 326, 345, 351 oder 356)<\/div>\n<div>Beruf: \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0Bischof von Myra, dem heutigen Demre in der N\u00e4he von\u00a0Antalya<\/div>\n<div>Elternhaus:\u00a0 Stammt aus reicher Familie<\/div>\n<div>Soziales : \u00a0 \u00a0Wohlt\u00e4ter der Armen und in Not geratenen Menschen; Schutzpatron der Kinder, B\u00e4cker und Seeleute<strong><\/strong><\/div>\n<div><strong><br \/>\nGeschichtliches:<\/strong><\/div>\n<div>Nikolaos\u00a0Eltern starben als er 16 Jahre alt war. Eine Zeit lang wohnte er alleine im Elternhaus und war zu jedem freundlich und hilfsbereit der an seiner T\u00fcr klopfte.\u00a0Sp\u00e4ter zog er zu einem Vetter nach Myra wo er bald im\u00a0Kloster von Sion\u00a0Priester und dann auch Bischof wurde.\u00a0Nikolaos\u00a0soll ein guter\u00a0Bischof gewesen sein. Er half den Leuten, wo er nur konnte. Von dem Geld, das er f\u00fcr sein gro\u00dfes Elternhaus bekam, lie\u00df er Armenh\u00e4user bauen und richtete Waisenh\u00e4user f\u00fcr Kinder ein. Im Hafen zu Myra lies er\u00a0ein Haus f\u00fcr die alten Seeleute bauen, die nicht mehr aufs Meer hinaus fahren konnten.<\/div>\n<div>\n<div>Italienische Kaufleute brachten nach der Eroberung von Byzanz durch die muslimischen T\u00fcrken die Gebeine\u00a0Nikolaos\u00a01087 nach Bari (Italien), wo sie ihm zu Ehren die Kirche \u201eBasilika S. Nicola\u201c bauten um seine Gebeine in einem Schrein\u00a0aufzubewahren. Bis heute wird jedes Jahr\u00a0am 8. Mai in Bari ein Fest gefeiert. Am 8. Mai\u00a01087 wurden\u00a0seine Gebeine von Myra nach Bari gebracht.<\/p>\n<p>Heute vermutet man das der legend\u00e4re Nikolaus eine Verschmelzung aus zwei historischen Personen ist: dem Bischof Nikolaus von Myra im kleinasiatischen Lykien, der wahrscheinlich im 4. Jahrhundert gelebt hat, und dem gleichnamigen Abt von Sion, der Bischof von Pinora war, und am 10. Dezember 564 in Lykien starb.\u00a0Aus diesen beiden historischen Personen entwickelte sich die ab dem 6. Jahrhundert in Legenden zu findende fiktive Figur des wundert\u00e4tigen Bischofs von Myra.<\/p>\n<p>Nikolaos\u00a0von Myra war und ist der meist verehrte Heiliger der Orthodoxen Kirche. &#8222;Nikolaus Kult&#8220; in Deutschland wurde im 10. Jahrhundert besonders durch die Kaiserin Thephanu, die griechische Ehefrau des Kaisers Otto II. gef\u00f6rdert.<br \/>\nSeit 1555 ist Nikolaus bei uns als Gabenbringer f\u00fcr Kinder belegt. Ab dem 17. Jahrhundert bekam der Nikolaus einen Furcht einfl\u00f6\u00dfende Gehilfen als Begleiter zur Seite gestellt.<\/p><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<blockquote>\n<div style=\"text-align: center;\">Ach, du lieber Nikolaus,<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\">komm ganz schnell in unser Haus.<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\">Hab so viel an dich gedacht!<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\">Hast mir doch was mitgebracht?<\/div>\n<\/blockquote>\n<\/div>\n<div>Als Ablehnung gegen die\u00a0Heiligenverehrung\u00a0(S\u00e4kularisation) wollten die Protestanten am\u00a06.\u00a0Dezember, dem Todestag des heiligen Nikolaus, keine Geschenke mehr verteilen.\u00a0Martin Luther schaffte daher um 1535 die Kinderbescherung durch den Heiligen Nikolaus ab, welcher bis dahin allein der Gabenbringer der Kinder war.\u00a0In katholischen Gegenden hielt sich bis um 1900 jedoch der Brauch des 6. Dezembers, dann wechselten auch sie auf den 24. Dezember, den Weihnachtsabend.<br \/>\n(\u00dcbrigens bringen in Spanien die Geschenke tats\u00e4chlich noch die heiligen drei K\u00f6nige.)<\/div>\n<div>Des weiteren\u00a0ersetzten die Protestanten allm\u00e4hlich das Christkind durch den Weihnachtsmann. Somit wurde quasi ein kompletter Rollentausch vollzogen.<\/div>\n<div>Im \u201eDeutschen W\u00f6rterbuch\u201c von 1820 wird der Weihnachtsmann bereits als Synonym f\u00fcr das Christkind genannt. In dieser Zeit\u00a0verlor Nikolaus auch alle Attribute, die ihn als Bischof kennzeichneten: Messgewand oder Chormantel, Bischofsstab und Brustkreuz &#8211; und nat\u00fcrlich auch die Mitra. Er wurde auch \u00e4u\u00dferlich zu einem weltlichen Mann. Er erhielt nun einen langen Mantel &#8211; oft in braun-gr\u00fcn oder rot &#8211; und vor allem eine nach vorn geneigte Zipfelm\u00fctze. Die phrygische M\u00fctze wird hier zum (verborgenen) letzten Kennzeichen f\u00fcr die Herkunft aus Kleinasien und die Zugeh\u00f6rigkeit zum priesterlichen Stand.<\/div>\n<div>ngg_shortcode_1_placeholderDieser neue Typ, der s\u00e4kularisierter Nikolaus, wird von dem Arzt Heinrich Hoffmann (1809-1894) in seinem selbst gezeichneten Bilderbuch \u201eStruwwelpeter\u201d, das 1845 erstmals gedruckt erschien, als Archetyp dargestellt. Der \u201eNikolas\u201d von Hoffmann zeigt durch sein Handeln seine Wandlung: Als die Buben seiner Mahnung nicht folgen, wird er \u201eb\u00f6s und wild\u201d und \u201eer tunkt sie in die Tinte tief.\u201d Interessanterweise sind es drei Jungen. Drei &#8211; die Symbolzahl des heiligen Nikolaus, der drei Feldherren (Stratelaten), drei Jungfrauen mit drei Goldklumpen und drei eingep\u00f6kelte Studenten rettet. W\u00e4hrend aber der Heilige vor Tod und Verderben rettet, \u00fcbt der b\u00f6se Nikolas Rache. In dieser s\u00e4kularen Personifikation ist nicht mehr allein der heilige Bischof enthalten, sondern auch die strafende Teufelsfigur, die je nach Landschaft unterschiedliche Namen wie zum Beispiel Knecht Ruprecht trug.<\/div>\n<div>Am Ende der Transformation standen die USA. Sie\u00a0adoptierten den Namen, den holl\u00e4ndischen Gr\u00fcnder New Amsterdams (des sp\u00e4teren New York) gebrauchten, \u00e4nderten aber Sinterklaas in Santa Claus ab.<\/div>\n<div>ngg_shortcode_2_placeholderHeute ist der Weihnachtsmann die Symbolfigur des weihnachtlichen Schenkens. \u00dcber sein \u00c4u\u00dferes gab es lange verschiedene Vorstellungen. Einmal war der Weihnachtsmann ein pummeliger, alter Kobold, ein anderes mal ein Mann mit tiefem Hut, Kniehose und Pfeife. Die Coca-Cola Company lie\u00df 1931 f\u00fcr eine Werbekampagne den Weihnachtsmann zeichnen. Das Ergebnis: Ein rotbackiger, gro\u00dfv\u00e4terlicher Mann mit roter Zipfelm\u00fctze und wei\u00dfem Rauschebart. Genau dieser \u201eWeihnachtsmann zum Anfassen\u201c schaffte es, sich in unseren K\u00f6pfen festzusetzen. Heute kennen die wenigsten noch den Weihnachtsmann im traditionellen gr\u00fcnen Gewand.<\/p>\n<p>Eine weitere Transformation wurde in den kommunistischen L\u00e4ndern, allen voran die UDSSR, versucht. Da der Staat ja atheistisch war, wurde der Heilige kurzer Hand in &#8222;V\u00e4terchen Frost&#8220; umbenannt.<\/p>\n<p>Der von manchen Zeitgenossen hochgesch\u00e4tzte Gartenzwerg kann f\u00fcr sich in Anspruch nehmen, eine Mutation des s\u00e4kularen Nikolaus darzustellen. Die Verzwergung des Heiligen zum Leitbild der Heile-Welt-Vorstellung \u201ekleiner Leute\u201d entstand erstmals um 1880 in Th\u00fcringen und wirkt bis heute nach.<\/p>\n<p>Im Schw\u00e4bischen hei\u00dft der Nikolaus \u00fcbrigens &#8222;Kl\u00f4s&#8220;. In seiner Vermischung mit Knecht Ruprecht wird ihm am Kl\u00f4sanobad (Nikolausabend) auf der Stra\u00dfe folgendes\u00a0nach geschrien: &#8222;Kl\u00f4s, Kl\u00f4s, Kl\u00e4pperfiedla, lommer au an Epfl liega!&#8220;<\/p><\/div>\n<div>\n<div>Der Ausdruck wird auch f\u00fcr einen schrulligen, tollpatschigen Menschen\u00a0verwendet: &#8222;Wa ischt etz dees au fir en Kl\u00f4s?&#8220; und &#8222;Ihr send doch Kl\u00f4sa!&#8220;<\/p>\n<p>So machen Politik, Geschichte, Religion und Marketing aus einem vielschichtigen und teils uraltem Brauchtum eine perfekt inszenierte Weichnachtsshow in der ein alter grauer Mann in rotem Gewand den Kindern zu Weihnachten alle W\u00fcnsche erf\u00fcllt. Den Einzelhandel freuts.<\/p><\/div>\n<\/div>\n<div>Das Eigentliche was mit der Weihnachtszeit vermittelt werden sollte wie\u00a0Beisinnlichkeit,\u00a0mit anderen Teilen, etc. geht dabei absolut verloren. Aber das ist durchaus gewollt. Wer kennt heute\u00a0noch\u00a0genau die Geschichten um Sankt Martin, Sankt Nikolaus, die eigentliche Weihnachtsgeschichte oder gar die um die heiligen drei K\u00f6nige?<\/p>\n<div>\n<blockquote>\n<div align=\"left\">Weihnachten &#8211; Ein Fest der Freude. Leider wird dabei zu wenig gelacht<br \/>\n(Jean-Paul Sartre)<\/div>\n<\/blockquote>\n<\/div>\n<p>Brauchtum:<\/p>\n<\/div>\n<div><strong>Stiefel vor die T\u00fcr stellen<\/strong><\/div>\n<div>\n<div>Grundlage hierf\u00fcr war der Brauch des &#8222;Bischofsspieles&#8220; in Klosterschulen, wo ein Sch\u00fcler f\u00fcr einen Tag (zuerst am, Tag der &#8222;Unschuldigen Kindlein&#8220; dann am Nikolaustag) als &#8222;Bischof&#8220; fungieren durfte.<\/div>\n<\/div>\n<div>Eine andere Vermutung bezieht sich auf die Legende von den drei M\u00e4dchen und beschenkt sich deshalb in der Nacht vom 5. auf den 6. Dezember.<\/div>\n<div>\n<div>Legende:<\/div>\n<div>Ein armer Mann plante seine drei T\u00f6chter als Prostituierte zu verkaufen, da er sie aus Mangel einer Mitgift nicht verheiraten konnte. Nikolaus erfuhr von dem Vorhaben und legte an drei auf einander folgenden N\u00e4chten je eine Kugel aus Gold auf das Fenstersims der drei Jungfrauen. In der dritten Nacht aber ertappte ihn der Vater der drei und dankte ihm f\u00fcr die Gabe. Daher wird der Heilige immer mit drei Goldkugeln oder drei goldigen \u00c4pfeln dargestellt.<\/p>\n<p><strong>Das &#8222;Goldene Buch&#8220; des Nikolaus<\/strong><br \/>\nIn Deutschland ist es schon lange Brauch, dass die Kinder am Vorabend des 6. Dezembers, dem so genannten Nikolausabend, zum Nikolaus beten, f\u00fcr ihn singen oder ihm Gedichte vortragen, w\u00e4hrend sie ihren Nikolausteller oder Stiefel vor die T\u00fcr stellen. Sie wollen ihm damit zeigen, wie \u201ebrav\u201c sie doch sind, damit sie vom Nikolaus Geschenke und nicht vielleicht die Rute bekommen. Der Nikolaus ist n\u00e4mlich nicht immer der gute Mann und Heilige. In seinem \u201eGoldenen Buch\u201c stehen alle guten, aber leider auch s\u00e4mtliche Missetaten der Kinder aus dem vergangenen Jahr. Und wenn es ein Kind gar zu toll getrieben hat, dann bekommt es statt Apfel, Nuss und Mandelkern die Rute oder zumindest eine saftige Strafpredigt zu h\u00f6ren. In den meisten Regionen verteilt die Hiebe jedoch nicht Nikolaus selbst, sondern sein Begleiter Knecht Ruprecht.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div>ngg_shortcode_3_placeholder<strong>Der Weckmann<\/strong><br \/>\nDer Weckmann wurde urspr\u00fcnglich nur am Nikolaustag verzehrt, sp\u00e4ter auch am Martinstag und heute \u00fcber die gesamte Adventszeit. Die Figur stellt einen Bischof mit einem t\u00f6nernen Bischofsstab dar. Auch hier wurde durch die S\u00e4kularisation der Bischofsstab durch eine Tonpfeife ersetzt. Die \u00c4hnlichkeit zeigt sich sobald man die Pfeife mit dem Pfeifenkopf nach oben dreht. Die Verwendung der Tonpfeifen stammt vermutlich aus der Hochzeit der Pfeifenb\u00e4ckereien in\u00a0Europa\u00a0im 17. und 18. Jahrhundert.<\/div>\n<\/div>\n<div><\/div>\n<div>\n<blockquote>\n<div style=\"text-align: center;\" align=\"left\">Vom Himmel in die tiefsten Kl\u00fcfte<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\" align=\"left\">ein milder Stern herniederlacht;<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\" align=\"left\">vom Tannenwalde steigen D\u00fcfte<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\" align=\"left\">und hauchen durch die Winterl\u00fcfte,<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\" align=\"left\">und kerzenhelle wird die Nacht.<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\" align=\"left\">(Theodor Storm)<\/div>\n<\/blockquote>\n<\/div>\n<div>In vorwiegend katholischen Regionen Deutschlands hat sich bis heute die Tradition gehalten, den Kindern zum Nikolaus einen Tonpfeifen-Weckmann aus Hefeteig zu schenken.<\/div>\n<div>Regional hat er die unterschiedlichsten Namen: Stutenkerl in Niedersachsen, Westfalen und Mecklenburg; Stutenmann im Bergischen Land, im westlichen Ruhrgebiet Pumann; im nordbadisch-pf\u00e4lzisch-s\u00fcdhessischen Raum hei\u00dft er Dampedei oder Hefekerl, in anderen Teilen S\u00fcddeutschlands Klausenmann oder\u00a0Weckmann, benannt nach dem Wecken;\u00a0In der Schweiz hei\u00dft das Geb\u00e4ck Grittib\u00e4nz oder nur Teigm\u00e4nnli, in Basel Gr\u00e4ttimaa, im Thurgau Elggermaa; in der Gegend um Breisach nennt man ihn Baselmann, auf Schweizerdeutsch Grittib\u00e4nz oder Gr\u00e4ttimaa, in Elsa\u00df Manala oder M\u00e4nnele.<\/div>\n<div>In der osteurop\u00e4ischen orthodoxen Liturgie hat sich dieser Brauch bis heute erhalten.<\/div>\n<blockquote>\n<div>Weihnachtszeit! Wer spricht von Siegen? \u00dcberstehen ist alles!<br \/>\n(Rainer Maria Rilke)<strong><br \/>\n<\/strong><\/div>\n<\/blockquote>\n<div>\n<div><strong>Etwas &#8222;auf dem Kerbholz haben&#8220;<\/strong><br \/>\nFr\u00fcher haben die Kinder ihre guten Taten in ein so genanntes &#8222;Kerbholz&#8220; eingeritzt, zum Beweis f\u00fcr den Nikolaus, wie lieb und gut sie waren. Dieses Kerbholz, sowie Futter f\u00fcr sein Reittier legten sie f\u00fcr den Nikolaus bereit \u2013 in der Hoffnung daf\u00fcr reich beschenkt zu werden. Der Spruch &#8222;etwas auf dem Kerbholz haben&#8220; stammt so h\u00f6chstwahrscheinlich auch von diesem alten Nikolausbrauch.<\/p>\n<p>ngg_shortcode_4_placeholder<strong>Die Begleiter des heiligen Sankt Nikolaus<\/strong><br \/>\nBegleiter gibt es unz\u00e4hlige, jedoch alle nicht historisch belegbar.\u00a0Vermutlich entstanden sie aus dem alten heidnischen Glauben an D\u00e4monen und Totengeister. Bei uns in S\u00fcddeutschland trifft man am h\u00e4ufigsten noch\u00a0den Krampus an, in anderen Gegenden Deutschlands Knecht Ruprecht, Pelzm\u00e4rte, Klaubauf, Hans Muff, Bullerklas oder S\u00fcnnerklas.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div>Die bekannteste dieser Gestalten ist Knecht Ruprecht, der h\u00e4ufig ein zottiges Gewand tr\u00e4gt.\u00a0In Nikolaus und Knecht Ruprecht vereinigen sich demnach die guten und die b\u00f6sen M\u00e4chte. Ihr gemeinsames Auftreten ist seit dem 16. Jahrhundert\u00a0belegt. Knecht Ruprecht tr\u00e4gt eine Rute, mit der b\u00f6se Kinder bestraft werden. In fr\u00fcheren Zeiten war der Streich mit der Rute allerdings keine Strafe sondern ein Segen, denn die Rute ist das lebendige Reis, dessen Ber\u00fchrung Fruchtbarkeit verspricht.<\/p>\n<p><strong>Bauernregel:<span style=\"color: #010101; font-family: Tahoma;\"><br \/>\n<\/span><\/strong><span style=\"color: #010101; font-family: Tahoma;\">\u201e<\/span><span style=\"color: #010101;\">Regen auf Sankt Nikolaus, wird der Winter streng und graus.\u201c<\/span><\/div>\n<div align=\"left\"><span style=\"color: #010101;\"><br \/>\n<\/span><\/div>\n<div align=\"left\">\n<div align=\"left\"><span style=\"color: #010101;\"><br style=\"color: #010101;\" \/><\/span><\/div>\n<\/div>\n<blockquote>\n<div style=\"text-align: center;\" align=\"left\">Schenke herzlich und frei.<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\" align=\"left\">Schenke dabei, was in dir wohnt<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\" align=\"left\">an Meinung, Geschmack und Humor,<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\" align=\"left\">so dass die eigene Freude zuvor<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\" align=\"left\">dich reichlich belohnt.<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\" align=\"left\">(Joachim Ringelnatz)<\/div>\n<\/blockquote>\n<div align=\"left\">\n<div align=\"left\">ngg_shortcode_5_placeholder<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nun beginnt die Vorweihnachtszeit, die Adventszeit. 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